Monatsarchive: Juni 2011

givealink.org

Ähnlich wie Play4Science arbeitet das Projekt givealink.org ebenso mit Online-Spielen, um Ressourcen zu Taggen. Beim Spiel Slider sollen Webseiten anhand von Screenshots getaggt werden. Mit den eingegebenen Tags werden dann neue Webseiten ausgesucht, die wiederum getaggt werden sollen.

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Sexy Bundestag

In der Anwendung www.sexybundestag.de kann man Bundestagsabgeordnete gegeneinander ranken. Ist das in diesem Fall ein Game with a Purpose?

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„Gewaltverherrlichung bereits in den Märchen der Gebrüder Grimm“

Wie der Spiegel berichtet, hat der Oberste Gerichtshof der USA Meinungsfreiheit über Jugendschutz gestellt: gewaltverherrlichende Computer-Spiele dürfen nun an Minderjährige verkauft werden. Ein Teil der Urteilsbegründung stützt sich auf Gewaltverherrlichung in Märchen der Gebrüder Grimm, wo u.A. durch Kinderhand eine Hexe zu Tode kommt.

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Suche anhand von Bildern

Google bietet inzwischen einen Suchdienst für Bilder an, bei dem man Bilder als „Suchbegriff“ eingeben kann. Bisher musste man mit Worten beschreiben, nach welchen Bildern man sucht.

Ein Ziel von ARTigo ist das Beschlagworten und damit Erschließen von Bildern. Nach ersten Tests unter images.google.com bin ich aber zuversichtlich, dass ARTigo unter diesem Gesichtspunkt nicht ausgedient hat.

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Suchtmittel Online-Game

Mit Computerspielen ist es so eine Sache: Oftmals ist es nur ein schmaler Grat zwischen „Ich-spiele-nur-dann-wenn-ich-nichts-erledigen-muss“ und „Ich-erledige-nur-dann-was-wenn-ich-nicht-am-Spielen-bin“. In der Tat bietet so manches Game für viele Menschen genügend Anlass, ihren Horizont für etliche Stunden auf Bildschirm, Maus und Tastatur zu beschränken. Prinzipiell ist dagegen ja auch nichts einzuwenden: Ob man lieber den Tennisschläger oder das Klingenschluchtgroßschert schwingt, bleibt jedem selbst überlassen. Und dennoch: Das Suchtpotential von Videospielen wollen wir hier nun kurz ansprechen.

Es gibt nunmal auch im Spielegenre Produkte, die einen, im besten Fall ähnlich wie beim Lesen eines guten Buches – stundelang fesseln. Dagegen ist meiner Meinung nach nichts einzuwenden. Andererseits sollte man sich darüber bewusst sein, mit was man denn da seine (Frei-) Zeit verbringt. Bei den meisten Spielen ist der Nutzwert, im Gegensatz etwa zu vielen Büchern, eher gering. Doch wie sieht das bei Spielen à la ARTigo aus? Wir sind der Meinung, dass ARTigo in der Tat einen Nutzwert bereitstellt, und sei es nur, dass man als Spieler mit vielen Bildern der Weltkunst konfrontiert wird. Der Spieler profitiert also von seinem Aufenthalt auf unserer Homepage. Gleichzeitig sind wir auf regelmäßige Spieler angewiesen. Jeder, der viel Zeit auf unserer Seite verbringt und Kunstwerke taggt, ist für uns ein großer Gewinn! Und in der Tat gibt es so einige Spieler, die wirklich viel Zeit mit ARTigo verbringen, sich in den Highscores nach oben schrauben und uns tausende von Tags liefern.

Die Frage ist nun, ob ARTigo ein ähnliches Suchtpotential bereitstellt wie so manch anderes Spiel à la „World of Warcraft„. Und wenn ja: Ist das ähnlich schlecht? Was meint ihr? Ab wann „übertreibt“ man es, wieviel Spielzeit ist noch „im Rahmen“? Uns würde sehr interessieren, wie ihr das beurteilt.

Und auch wenn wir alles dafür tun, Euch zu ein paar Stunden Aufenthalt auf der Homepage zu verführen, gilt natürlich: Übertreibt es nicht! Denn vor allem bei so einem tollen Wetter wie jetzt sollte die Maxime gelten: Computer aus, Radlhose an. Nicht, dass irgendwann in der Bild-Zeitung zu lesen ist: „Zu lange gespielt: ARTigo-Spieler mit Bürostuhl verwachsen“.

PS: Nachfolgend noch 3 praktische Tipps, mit denen einer potentiellen ARTigo-Sucht vorgebeugt werden kann:

1. Vorhänge auf: Ihr solltet täglich drei Mal die Vorhänge aufziehen um nachzusehen, ob diese „Sonne“, von der immer alle reden, am Firmament zu finden ist. Ist dies der Fall, solltet ihr jeweils für mindestens 45 Minuten an die frische Luft gehen. Ist der Blick auf die Sonne durch große Regenwolken versperrt, hilft Euch diese Protektionseinheit weiter.

2. Netzstecker raus: Spielt ihr ARTigo an einem Laptop, könnt ihr Euch schnell und unkompliziert einen Wecker basteln: Einfach den Netzstecker ziehen. Wenn dann der Laptop von alleine ausgeht ist die richtige Zeit für eine Pause gekommen. Spieler mit leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus müssen eventuell etwas länger auf ihre Pause warten.

3. Einkaufen gehen: Achtet auf eine ausgewogene Ernährung und kauft Eure Lebensmittel in richtigen Geschäften und nicht online ein. Dadurch kommt man zwangsweise weg vom PC und raus an die frische Luft. Und damit der Rückweg nicht allzu erschwerlich wird hier noch ein kleiner Tipp: Äpfel kaufen. Ein einziger davon enthält ebensoviel Vitamine wie die sonst übliche Schubkarrenladung an Weingummis.

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Changing the Game

Nicht nur an der LMU werden Serious Games wie ARTigo oder Karido entwickelt. Die AMD Foundation entwickelt im Projekt Changing the Game Spiele. Interessant: Jugendliche arbeiten mit der Unterstützung von Profis für Spieleentwicklung in Workshops an Spielen für Gleichaltrige. Ein interessanter Ansatz!

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All about Steve.

Ihr habt euch immer schon gefragt, wer eigentlich Steve ist? Nein? Das macht nichts, ich werde es euch trotzdem erzählen. Steve ist keine Person, wie ihr vielleicht erwartet haben. Steve ist eine Idee. Eine Großartige noch dazu.

Wir vom Artigo-Projekt sind weder die Einzigen, noch die Ersten, die die Anwendung von Social Tagging Prinzipien in der Kunsterschließung als sinnvoll erachten. Seit 2005 arbeiten die Kollegen vom Indianapolis Museum of Art und der University of Maryland an einem Projekt mit dem Namen „Steve“.

Die Bestände des Museums sollen hier durch die Besucher vollständig erschlossen und nach Möglichkeit um den einen oder anderen Wissensbestandteil erweitert werden. Die getaggten Bilder samt den ihnen zugehörigen Annotationen können online eingesehen und weiter bearbeitet werden. Wie Ihr seht sind sie verwandtschaftlichen Verhältnisse zwischen Artigo und Steve eindeutig – auch wenn Steve nicht unbedingt der „Große Bruder“ unseres Projektes ist, so ist er doch zumindest der zweieiige Zwilling.

 

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Das verstehst du nicht, dafür bist du noch zu klein? Pustekuchen! – Warum das Alter (k)einen Unterschied macht.

Ihr habt es euch wahrscheinlich schon fast gedacht – das Tag-Eingabeverhalten habe ich natürlich nicht nur auf Einflüsse des Geschlechts hin untersucht, sondern eine ganze Reihe von möglichen Einflussvariablen betrachtet; u. a. das Alter.

Es würde zu weit gehen hier detailliert meine Ergebnisse zu diskutieren – ich rücke sie bei Interesse aber trotzdem gerne heraus. Das wichtigste lässt sich trotzdem gut und schnell auch ohne Details zusammenfassen.

Am besten lässt sich der Einfluss des Alters veranschaulichen, wenn man einige Beispiele durchgeht. Stellen wir uns einmal ein Porträt einer ca. 20-jährigen Frau vor. Eine ebenfalls ca. 20-jährige Frau würde dem Gemälde wahrscheinlich nicht das Tag „jung“ zuordnen. Bei einem etwa 60-jährigen Betrachter Jahren mag die Situation anders aussehen.

In meinen Daten zeigt sich Ähnliches besonders gut am Beispiel des Bildes „Napoleon überquert die Alpen am Großen St. Bernard“ von Jaques Louis David.

J.L. David: "Napoleon überquert die Alpen am Großen St. Bernard"

Sehr junge Personen – etwa zwischen 8 und 10 – sehen auf dem Gemälde einen Mann, der auf einem Pferd sitzt. Etwas ältere Menschen haben bereits gelernt, in dem Mann Napoleon zu sehen. Sie sehen nicht mehr der Mann, sie sehen den Herrscher. Dieser Unterschied liegt natürlich zunächst an der Bildung, diese wiederum hängt aber vom Alter ab.

Die beiden Beispiele zeigen, dass die Perspektive die wir einnehmen, (unter anderem) vom Alter abhängt. Und die Perspektive ist es schließlich die unsere Begriffswahl für die Beschreibung eines Bildes prägt.
Da wir mit Artigo bezwecken möglichst viele verschiedene Begriffe zu erhalten, ist es für uns demnach auch besonders sinnvoll Spieler verschiedener Altersklassen zu erhalten.

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