Die Frage nach der Punktevergabe

Es ist sehr schön, dass es sich langsam in der Web-Community herumspricht, dass es ein kleines, aber feines Browser-Games namens ARTigo im Internet zu finden gibt. Die Zahl der Benutzer wächst nach und nach, und auch unser Projekt selbst wird ab und an Gegenstand von Artikeln, Beiträgen und Blogs. Jüngst – herzlichen Dank an dieser Stelle – hat sich der ambitionierte Kunst-Blog „Kunstgeflüster“ mit unserem Spiel beschäftigt – und an dieser Stelle eine wichtige Frage aufgeworfen, die immer mal wieder Gegenstand der Anfragen an unser Team ist: Wie funktioniert das eigentlich mit der Punktevergabe?

Eines vorweg: Anleitungen zu den beiden Spielen werden wir demnächst veröffentlichen, sodass sie auf der Spielehomepage zu finden sind (dann auch mit Erklärungen zur Punktevergabe).

Wie Euch beim Spielen sicherlich schon aufgefallen ist, erscheinen die von Euch eingegebenen Schlagwörter in unterschiedlicher Gestalt: schwarz, hellblau oder dunkelblau (in fetter Schrift).
Ist das eingegebene Wort schwarz, dann wurde der Begriff zu diesem Bild bislang noch nicht eingegeben. Dafür gibt es keine Punkte.
Ist das Wort dunkelblau, dann hat Euer Live-Mitspieler diesen Begriff ebenfalls eingegeben. Dafür gibt es 25 Punkte.
Ist das Wort hellblau, dann wurde der Begriff zwar nicht vom Live-Mitspieler, jedoch in einer bereits vergangenen Partie eingegeben. Dafür erhält man immerhin noch fünf Punkte.

Nun ist das Thema Punktevergabe so eine Sache. Wir haben uns lange überlegt, wie am besten Punkte zu erspielen sein sollen. Soll es nur dann Punkte geben, wenn es im Live-Spiel zu Übereinstimmungen kommt? Sollte man für „kompliziertere“, komplexere, spezifischere oder weniger gebräuchliche Begriffe mehr Punkte erhalten als für einfachere? Spielt die Reihenfolge der eingegebenen Wörter eine Rolle?
Letztlich haben wir uns für die aktuelle Variante entschiedenen, da sie einen unserer Meinung nach wichtigen Aspekt berücksichtigt: Wörter, die das Bild vorzüglich beschreiben, jedoch vom Live-Mitspieler nicht bestätigt werden, bleiben somit dennoch „im Spiel“. Das soll jedoch nicht heißen, dass wir damit unseren goldenen Weg gefunden haben, das Thema Punktevergabe wird immer wieder diskutiert. Von daher würden wir uns auch sehr über alternative Antworten auf die Frage nach der Punktevergabe freuen 🙂

Dieser Beitrag wurde unter ARTigo abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

23 Antworten auf Die Frage nach der Punktevergabe

  1. keimelion sagt:

    Also nein! Das geht nicht! Ich spiele so nicht mehr! Punkt, Schluss, aus! Ich verstehe nicht, was Mitspieler sehen?! Ich habe die ganze Zeit Mitspieler, die eingeben: Licht, weiß, schwarz, Haare, Graphik usw. Und das bei Karido, wo Licht, weiß, schwarz, Haare und Graphik neun von neun Bilder haben! Dann frage ich immer wieder, wenn die Bilder unähnlich sind: „Was ist dargestellt?“ Trotzdem kommen als Antwort: schwarz, dunkel, Licht usw. Es ist zum Verzweifeln! So geht das nicht! Ich glaube, das hat inzwischen Methode. Man will mich damit ärgern, dass man vergleichendes Sehen nicht anwendet. Gut, ich werde mir etwas als Rache überlegen! 🙁

    • keimelion sagt:

      Ich hab’s! Ich spiele einfach nicht mehr! Jedes Mal, wenn so schwammige Tags kommen, spiele ich nicht. An dem Tag spiele ich nur ARTigo oder bleibe ich einfach weg. So! 🙂

  2. keimelion sagt:

    Danke für die Spielanleitungen! 🙂

  3. keimelion sagt:

    Es passt nicht zu dem Thema des Postings, aber ich muss das kommentieren, was bei Facebook passiert. Da sind vier „hässliche“ Bilder aufgetaucht! Gestern unterhielten sich noch zwei Leute darüber, heute nur noch einer. Das ist ja ein Ding! Ich hätte die Bilder nie mit „hässlich“ getaggt! Gut, der Frauenakt von Lovis Corinth ist nicht schön, aber ich kenne in der Malerei hässlichere. Der Fuß von Adolph Menzel ist richtig abstoßend. Und die Dame von 1720… ja, das Porträt ist nicht so gelungen, aber „hässlich“ ist sie doch nicht! Warum ist aber das Porträt von Repin hässlich? Wahrscheinlich bezog man sich hier nicht auf das Modell sondern tatsächlich auf die Leinwand. Hm… gut, es ist kein außergewöhnliches Bild! Im großen und ganzen finde ich aber, dass diese Datenbank recht gute Bilder hat. Und im Durchschnitt eher solche, die das ästhetische Empfinden von Spielern nicht verletzen. Das ist mir schon länger aufgefallen. 🙂

    • keimelion sagt:

      Beim zweiten Blick ist der Fuß von Menzel aber lustig. Zumindest der Einfall, so etwas abzumalen, ist lustig. Ob er ein heiterer Zeitgenosse war? 🙂

      • Gast sagt:

        Lustig ist auch, den Unterschied zu erkennen, ob man die Story zu dem Kunstwerk kennt oder nicht. „Dante und Vergil“ oder zwei Männer, die irgendwie eine Gefühlsbeziehung miteinander haben.

  4. hubertus kohle sagt:

    @mat
    statt einer geschriebenen erklärung – die sowieso niemand liest, wäre eine bewegtbild-visualisierung toll, mit gesprochenem kommemtar. aber das ist nicht leicht, und man sollte es so simpel wie möglich machen!
    hubertus kohle

    • keimelion sagt:

      Nein, es lesen nicht viele, das glaube ich auch, aber eine Gebrauchsanleitung zu einem Spiel schreibt man meistens auf. Eine Visualisierung als Ergänzung dazu wäre natürlich toll, wenn ihre Erstellung nicht allzu viel Aufwand bedeutet. Dann könnte man z. Bsp. eine(n) verzweifelte(n) Spieler(in) zeigen, wenn er/sie versucht, bei Karido, anhand der Wörter, die eingeblendet werden, den richtigen Reformator aus einer Reihe von neun zu treffen. 🙂

      • Gast sagt:

        Ich find’s in der Nische „neue tags finden“ auch recht schön. Spiel ich halt alleine.
        Ich und die Bilder! 🙂

        • Hubertus Kohle sagt:

          Sehr gut! So „füttern wir an“, damit Material zum „Matchen“ zur Verfügung steht

          • keimelion sagt:

            Das finde ich auch ganz schön: Wörter finden, die noch nicht vergeben wurden! Dafür könnte man schon Punkte bekommen… irgendwie nachträglich, wenn es anders nicht geht. Besser, als die Reihenfolge zu belohnen, denke ich. 🙂

        • Gast sagt:

          @ keimelion

          Ja, ich mach das mal.
          Aber spätestens wenn raus ist, mit welchem Szene-VIP das Abendessen bei Höchstpunktzahl versprochen wird, werde ich das Belohnungssystem von artigo hinterfragen.

  5. keimelion sagt:

    >Spielt die Reihenfolge der eingegebenen Wörter eine Rolle?

    uff! Eine so schwierige Frage, so spät… 🙁 Schon, ja, natürlich. Insofern die Reihenfolge vom Bild vorgegeben wird, ist sie auch wichtig, würde ich sagen. Aber wird sie bei der Lektüre eines Bildes immer vom Bild vorgegeben? Ich meine, gucken sich Spieler die Bilder an und passen ihre Rezeption in einer Minute dem neuen Bild an? Sind wir so flexibel noch? Wer legt seine Sehgewohnheiten so schnell ab und geht so unvoreingenommen an ein Bild ran, dass er sich die Reihenfolge seiner Wörter oder Sätze vorgeben lässt? Ich habe da meine Zweifel… Erst mit der Zeit und spät, nach und nach lässt man ab von der angelernten Sicherheit. Denke ich zumindest… Es ist schon etwas Wahres an dem Satz, dass man das sieht, was man weiß. Wer lässt sich schon gerne aus dem Konzept bringen und verunsichern? Man will Gewissheit, man will Bestätigung und man findet sie in der eigenen Rezeption, in der eigenen Sprache. Also, was könnte man antworten? Jaein? Ja und nein. Die Reihenfolge der vergebenen Tags kann schon wichtig sein, aber nur dann, wenn sie mit der Hierarchie der bildlichen Zeichensprache übereinstimmt, würde ich sagen. Und wer will das entscheiden? Schwierige Angelegenheit… 🙁 Gut, man kann auch sagen, dass ein gewisser Konsens bei der Rezeption schon Teil des Bildes ist. Erfahrungsgemäß sehen viele das Gleiche, aber ob es das Richtige ist, habe ich meine Zweifel. Aber, wie gesagt, irgendwie gehört ja eine nummerisch überwiegende Verklärung zum Kunstwerk dazu. Man muss sich ihr ja nicht unterordnen, sondern lediglich als Leitfaden nehmen… Vielleicht kann man ja diese mehrheitlich vergebene Reihenfolge der Tags zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwie durch Markierungen kenntlich machen. Nach dreißig Jahren ändert sich diese Reihenfolge mit Sicherheit. Vielleicht sogar von Land zu Land? Oder je nachdem, wie bekannt ein Bild ist? Mehr weiß ich leider heute nicht zu sagen… 🙁

    • keimelion sagt:

      Ich habe bei mir einen Test gemacht mit dem heutigen Bild des Tages: Ludwig Richter, Schneewittchen, 1868-1870, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt. Ergebnis: Mädchen, Rehe, Ranken, Blätter, Haare… Stimmt das? Wahrscheinlich stimmt diese Wahrnehmung sogar mit der Intention des Künstlers überein, sagt aber nicht viel über die tatsächliche Reihenfolge der Bildzeichen aus. Der Rahmen nimmt mehr als drei Viertel des Blattes ein! Also müsste es vielleicht eher heißen: Rahmen, Ornament, Zweige, Wald, Bogen, hell, Szene, Märchen, Mädchen…? Sie sehen, ich bin auch am Tag darauf immer noch unschlüssig, ob die Reihenfolge der vergebenen Tags eine Rolle spielt, so dass man diese mit Punktgewinn belohnen sollte. 🙂

      • keimelion sagt:

        Und die Reihenfolge, die das Ergebnis der kollektiv vergebenen Tags ist, finde ich letztendlich doch am besten! Diese neue Ordnung ist so offen und so voller Hinweise zu dem Bild, dass sie durch nichts ersetzt werden könnte. Die Tags neben dem Bild haben unterschiedliche Größen, die (hierarchische) Reihenfolge wäre dann, ich zitiere: Märchen, Zeichnung, Vögel, Korb, Tiere, Pflanzen, Mädchen, Braun… Das ist doch phantastisch! Keine individuell verfasste Beschreibung zu diesem Bild hätte jemals diese Reihenfolge hervorgebracht. Ich finde, es ist – durch die Perspektiven, die es auf das Bild, seiner Lektüre und seiner Interpretation eröffnet – einfach toll! 🙂

        • Gast sagt:

          Betreffs Gebrauchsanleitung:

          Wird hier auch an die Zielgruppe der älteren Interessenten gedacht?
          Dann wäre sog. „Barrierefreiheit“ schon zu berücksichtigen, die nicht nur bei großer Schrift (hier also große Bilder) stehen bleiben sollte. Eine stets einsehbare Gebrauchsanleitung (evtl. als pdf zum Ausdrucken) gehörte sicher auch dazu*, wollte man nicht nur abschrecken. Und vielleicht auch das Tempo drosseln.
          Außer diese Kunstliebhaber sind bei artigo ohnehin nicht willkommen.

          * Bei Amazon kann man bei den meisten Spielen eine Gebrauchsanleitung anklicken und dadurch entscheiden, ob man das Spiel kaufenswert findet (nichtzuletzt kann dadurch auch vorab der pädagogische Wert erkannt werden).

          • keimelion sagt:

            @Gast

            Sie sprechen immer so allgemein. Meinen Sie das ARTigo-Spiel oder eher das Karido? Das ARTigo scheint mir nämlich in jeder Hinsicht allen Spielergruppen entgegen zu kommen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Beruf usw. Das Karido ist schon eher etwas anspruchsvoller. Es müssen aber nicht alle alles spielen. Oder senkt man das Niveau eines guten Spiels nur weil es einer nicht spielen kann?

          • Gast sagt:

            Ich äußere mich hier zum ersten Mal, weil ich gerade die Fragen hier im Blog gelesen habe.
            Ich bin sehr dafür, dass es eine Gebrauchsanleitung gibt.
            Ich spiele hier sehr gerne artigo, weil ich da schöne Bilder sehen kann und das Gefühl habe, dass ich sog. „interaktiv“ mitmache.
            Außerdem, dass es kostenlos ist, da ich mir als früherer Gasthörer die neuen Gebühren an der LMU nicht mehr leisten kann, die ja verdreifacht wurden.
            Da nehme ich artigo hier gerne als Alternative.

            Grüße

            ein Gast

          • keimelion sagt:

            @Gast
            Entschuldigung! Ja, da haben Sie recht! Die Gasthörerbeiträge sind sehr hoch geworden. Daran habe ich auch schon gedacht, dass das hier eine gute Alternative ist, wenn man doch noch mit der Kunst sachkundig in Verbindung bleiben will. Ich denke, das Tempo des Spiels lässt sich auch wann immer drosseln. Dann hat man aber vermutlich auch mehr Spieler, die um die ersten Plätze ringen. Wäre auch eine Alternative… Danke schön! 🙂

          • Hubertus Kohle sagt:

            Alle sind bei dem Spiel willkommen. Also liebe Leute: Die Gebrauchsanleitung muss her, und zwar schnell!

          • Gast sagt:

            Erklärungen könnten auch mittels FAQ erfolgen.

          • keimelion sagt:

            Oder so, über die FAQs! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

n/a