Pssst: nicht weitersagen!

Es wird Zeit, Euch in ein großes Geheimnis einzuweihen: Denn in Wirklichkeit ist ARTigo gar kein wissenschaftliches Projekt der LMU, keine Kunstsuchmaschine und kein Kunstgeschichtsspiel.

Tatsächlich arbeiten wir für ein Konglomerat aus der Unterhaltungsbranche unter der Schirmherrschaft von Lothar Matthäus und George Clooney, um bislang unentdeckte Promi-Doppelgänger in der Kunst zu identifizieren.

Seht selbst (am besten in HD!):

 

Aber behaltet das bitte für Euch!

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21 Antworten auf Pssst: nicht weitersagen!

  1. keimelion sagt:

    Pietro da Cortonas Werk Santi Luca e Martina in Rom ist sicher ein gelungenes Beispiel des Hochbarock und wird sicherlich jeden gebildeten Betrachter begeistern. Insofern eine gute Wahl für das heutige Bild des Tages, auch wenn kein besonderer Anlass für derartigen Kunstgenuss vorliegt. Ein schönes Bild kann man immer genießen!

    Aber, natürlich wird auch mancher Betrachter (Gast?) das als materialisierte Ideologie ablegen, obwohl es im Grunde genommen um versteinerte Theologie geht. Da man sich aber in Selbstverliebtheit um das eigene Bild nach Außen sei es auch nur rhetorisch und der Öffentlichkeit halber der Moderne verschrieben hat, wird man es vorziehen, sich dieser Inhalte gar nicht erst zu nähern. Jeden begeisterten Aufruf ob der Schönheit des Kunstwerks wird man dafür um so lauter und emotionsgeladen als – ich bin mir nicht so sicher: reaktionäre? – Verbohrtheit anprangern.

    Der Beifall von der vermeintlich „richtigen“ Seite wird somit gesichert und das eigene Bild in einem Teil der Audienz, für deren Aufmerksamkeit man wirbt ohne substantiell etwas vorlegen zu können, „gerettet“ sein. Zugleich wird man mit diesem gestohlenen Zuspruch und auch sicher im Sinne einer falsch verstandenen Moderne unverbindlich und frei und an anderer Stelle eigene Ansichten äußern, die – da man den Diskurs dieser anderen Seite gar nicht kennt und weil man ihn immer abgelehnt hat – sich in Haltung und Wortlaut von ehrlichen konservativen Positionen nur wenig und unmerklich unterscheiden. Nichts als Unwissen, Leere und Dilettantismus wird man so verbreiten, aber sicher mit dem Nachdruck und in der Hülle des bereits anerkannten Kenners.

    Möglich ist dann auch, dass so mancher anderer und ob der Komplexität der Zusammenhänge unwissender Betrachter (Gast?) dieser verlogenen Rhetorik verfällt, mit ehrlichem Engagement und ohne zu wissen, dass er an der nun wirklich richtigen Stelle Schaden anrichtet, diese unterstützt. Derweil wird sich der erste Betrachter (Gast?), über dessen lauterer Haltung seltsamer Weise von keiner der Seiten Zweifel besteht, die wahren Erkenntnisse durch Schlauheit und Gerissenheit wiederum an anderswo genommen und sich aus dem Staub gemacht haben. Die Arbeit hat (ohne Dank und Lohn, wohl aus Naivität und Dummheit) ein anderer (eine andere?) gemacht, die Verantwortung liegt da wo sie schon immer gelegen hat und mit der man weiter nichts zu tun haben will, weil es die Ausbildung, die Position und schließlich das Geschlecht verlangt, dass sie da und nicht anderswo liegt, und selber ist man (oder doch frau?) klein, unschuldig und sauber aus der Sache raus.

    Tja, so ist es nun mal! Wie ich darüber denke? So: http://de.wikipedia.org/wiki/Erbrechen

  2. keimelion sagt:

    Ich glaube, bei dem heutigen Bild auf der Homepage stand Caravaggio Pate. Richtig? Weiß es zwar nicht genau, aber es sieht so danach aus. 🙂

    • keimelion sagt:

      Gut, ich nehme es wieder zurück. Es ist ein Velázquez und ein Velázquez sieht nicht aus wie ein anderer, auch nicht wie ein Caravaggio, sondern eben wie ein Velázquez. Inszeniert ist es aber trotzdem, oder bitte: in Szene gesetzt. 🙂

  3. keimelion sagt:

    Dieses Bild von Johann Caspar Herterich sieht wirklich wie eine Persiflage aus. Ich fürchte aber, es war ernst gemeint. So viel Historismus erstickt beim Anblick den Betrachter noch Jahrhunderte später. Baldachin, Wappen, Kostüme (und wohl auch Degen?) – da begann Van Gogh zu malen und Cézanne malte schon eine Weile seine „Badenden“… Unfassbar!

  4. keimelion sagt:

    Tatsächlich! Habe nach Thomas Gottschalk gesucht und Le Maréchal de Saxe von Maurice Quentin de la Tour gefunden. Es klappt hervorragend, danke! 🙂

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