Bildersuche in digitalen Massendaten

bildsuchekDie Bayerische Staatsbibliothek und das Frauenhofer Heinrich-Hertz-Institut stellen heute ihre neue ähnlichkeitsbasierte Bildsuche vor, die sie hier finden. Laut Eigenaussage handelt es sich bei der Technologie um eine „Weltneuheit“. Die Ähnlichkeit wird nicht nach einem vorher eingegeben Text beurteilt, sondern anhand der Struktur der Bilder. Auf jeden Fall sieht man in obigem Bild schon, dass die Benutzeroberfläche toll aussieht. Die interessanteste Einstellung, die man meiner Meinung nach vornehmen kann, ist eine genaue zeitliche Einschränkung der gesuchten Werke. Die Bayerische Staatsbibliothek beschreibt ihren Dienst wie folgt:

In den Handschriften und historischen Drucken der Bayerischen Staatsbibliothek finden sich viele Tausende Bilder, Illuminationen, Holzschnitte, Graphiken, Zeichnungen und Embleme. Schon aufgrund ihrer Menge können diese nicht einzeln katalogisiert werden. Sie bleiben daher für die Forschung auch dann weitgehend „verborgen“, wenn die Werke selbst digitalisiert und zur freien Nutzung im Internet verfügbar sind.
Hier schafft die neue Bildsuche nun Abhilfe. Auf der Grundlage der Farbverteilung und der Konturen einer Abbildung erfasst die Software die formale Struktur des Bildes und vergleicht es mit ähnlich strukturierten Bildern. Die neue Technologie bietet dem Nutzer so die Möglichkeit, anhand eines von ihm vorgegebenen Bildes aus einem digitalisierten Buch nach visuell ähnlichen Abbildungen innerhalb großer Sammlungen digitaler Werke des Münchener Digitalisierungszentrums der Bayerischen Staatsbibliothek zu suchen. Aktuell umfasst der recherchierbare Bestand rund 73.000 digitalisierte Bücher mit Bildmaterial vom 6. bis 19. Jahrhundert der Bayerischen Staatsbibliothek. Insgesamt handelt es sich um 9,5 Millionen digitalisierte Buchseiten und ca. 4 Millionen bildliche Darstellungen.

 

Vier Millionen Bilder klingt erstmal viel, aber eine umfassendere Suche mit dieser Methode wäre natürlich auch großartig. Leider funktioniert der Dienst bisher nur eingseschränkt. Es gibt wohl gerade einfach zu viele Anfragen. Ein richtiger Test war deshalb leider noch nicht möglich.

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