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Citizen Science ist gut – für die anderen, nicht für uns

Letzte Woche war ich zu Besuch auf der First International ECSA Conference 2016 in Berlin; diese war wirklich großartig organisiert und mit vielen interessanten und inspirierenden Vorträgen gespickt.
Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Podiumsdiskussionen zu unterschiedlichen Themen der Citizen Science. Allerdings gab es auch eine Diskussionsrunde, die mir eher zu denken gab:
Fünf Direktoren großer europäischer Naturkunde Museen stellten spannende Citizen Science Projekte ihrer Museen vor. Während der Diskussion fiel mir auf, dass diese eine Bereich dabei völlig außer Acht ließen, nämlich den der Ausstellungskonzeption, der eigentlich zum Kern der Museen gehört.
Daher stellte ich die Frage an das Podium, ob es auch Projekte gibt, bei denen Citizen Scientists an der Ausstellungskonzeption beteiligt werden. Die Reaktionen auf diese einfache Frage waren sehr überraschend: nach einer kurzen Pause absoluter Stille im Saal, begann das Publikum spontan zu applaudieren. Eine schöne Reaktion des Publikums, denn die Diskutanten, die zuerst keine große Lust hatten, meine Frage zu beantworten, wurden so gezwungen doch dazu Stellung zunehmen.
Aber diese überraschten mich noch mehr, denn keiner der Direktoren konnte Projekte oder die Vorbereitung für Projekte benennen, bei denen Citizen Scientists an der Ausstellungskonzeption beteiligt werden. Prof. Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, erklärte sogar, dass seiner Meinung nach Citizen Scientists nicht für diese Aufgabe geeignet seien, da so eine Konzeption bis zu zwei Jahre dauere und dieser lange Zeitraum die Citizen Scientists eher abschrecken würde. Dazu muss man auch noch anmerken, dass Prof. Johannes Vogel am Tag zuvor als Vorsitzender der European Citizen Science Association (ECSA) bestätigt worden war und eigentlich der größte Verfechter der Citizen Science seien müsste.
Ich war sehr enttäuscht und glaube auch, dass zwei Jahre kein langer Zeitraum für Citizen Scientists ist. Man bedenke nur, wie lange einige Wikipedia Autoren an ihren Artikeln arbeiten. Citizen Scientists brauchen in der Regel eher mehr Zeit, da sie nicht vollzeit an ihren Forschungsprojekten arbeiten können. Außerdem müsste man die Citizen Scientists nicht an der kompletten Konzeption beteiligen, sondern könnte diese nach Ihren Wünschen oder Vorschlägen für eine konkrete Konzeption fragen. Wie man sieht, haben professionelle Forscher sehr oft Hemmungen Citizen Science in ihrem Kernbereich zu zulassen, da sie diese neue Art der Beteiligung wohl unterschätzen (oder vielleicht sogar fürchten). Und so finden sie immer Gründe, die gegen eine Beteiligung der Citizen Scientists sprechen.

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Beobachtung auf der langen Nacht der Wissenschaft

Auf der langen Nacht der Wissenschaft in Berlin habe ich folgende interessante Beobachtung gemacht, nämlich dass man die Besucher des ARTigo Standes grob in drei Gruppen unterteilen kann:

1. Kinder wollten immer gleich die ARTigo-Spiele vor Ort ausprobieren und verstanden oder entdeckten das Spielprinzip schnell alleine.

2. Junge Erwachsene war immer sehr an technischen Details von ARTigo interessiert und begeistert; ausprobieren wollten sie die ARTigo-Spiele lieber alleine zuhause.

3. Ältere Erwachsene probierten oft ein ARTigo-Spiel nur kurz aus und waren mehr am Sinn und Zweck der Plattform interessiert.

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ARTigo – lange Nacht der Wissenschaft

Zu unserem Informationsstand auf der langen Nacht der Wissenschaft am 13.6.2015 in Berlin kamen viele Interessierte, um sich über ARTigo zu informieren. Vor allen junge Spieler waren begeistert und zeigten keine Scheu vor Publikum einige ARTigo-Spiele zu testen. Hier ein paar Impressionen:

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ARTigo in Berlin

Wer schon immer mal das ARTigo-Projekt live treffen wollte, hat am 13. Juni 2015 in Berlin im Zuge der lange Nacht der Wissenschaft die Gelegenheit dazu:
ARTigo wird mit einem Stand im großen Sauriersaal des Museums für Naturkunde vertreten sein und allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich ausführlich über das Projekt zu informieren und natürlich auch die verschiedenen ARTigo Spiele auf einer großen Leinwand auszuprobieren.
Vielen Dank an die Organisatoren der buergerschaffenwissen.de für diese tolle Gelegenheit!

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