Archiv des Autors: kohle

Ihre Gefühle sind gefragt

Die von unseren fleißigen Nutzern vergebenen tags sind meist rein beschreibender Art: Mann, Frau, Kreuzigung, blau etc. pp. Das sind wichtige Annotationen, keine Frage. Schön aber wäre es, wenn Sie sich auch ein wenig mehr ins Subjektive begeben würden und zum Beispiel Stimmungen oder Gefühle benennen würden. Also wenn Sie bei

 

vielleicht „unheimlich“ vergeben würden oder bei

„entsetzlich“
Solche Begriffe sind für die Suche ausgesprochen wertvoll!

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Citizen Science

Das, was Sie in unserem Spiel leisten, fasst man unter dem ein wenig hochtrabenden Titel „Citizen science“ zusammen. Selbst die Politik hat diesen wichtigen Aspekt inzwischen entdeckt. Hier können Sie sich darüber informieren. Eigentümlich nur, dass Kunst und Geisteswissenschaften in dieser Perspektive gar keine Rolle spielen!

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Anonymität

Mancher Interessierte schreckt in Zeiten von Edward Snowden vor der Teilnahme an unserem Spiel zurück, weil er/sie Angst hat, von den Datenkraken à la NSA gespeichert zu werden. Darauf gibt es eine doppelte Antwort: Sie können das Spiel ohne Anmeldung spielen, dann kann gar nichts passieren. Allerdings können Sie dann auch Ihre Punkte nicht sammeln. Oder Sie melden sich mit einem Phantasienamen und einer Phantasie-mail an,  dann passiert genauso wenig, aber Sie können immer sehen, wie viel Sie schon zur Verbesserung unserer Bildersuche beigetragen haben. So oder so: Viel Spaß!

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Artigo in DIE ZEIT

Im Rahmen eines Artikels über „Zocken für die Forschung“ hat die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ auch über artigo berichtet. Wir haben den Eindruck, dass wir dadurch eine Reihe von neuen Mitspielern gewonnen haben, die wir auf diesem Wege herzlich begrüßen!

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Die dunklen Seiten des crowdsourcing

Beim Durchforsten einiger Bilder samt zugehöriger Annotationen habe ich zuletzt eine eingermaßen unschöne Entdeckung gemacht. Manche der vor allem frühneuzeitlichen Bilder aus höfischem Kontext, in denen schwarze Diener oder auch Sklaven dargestellt waren, hatten einige unserer Mitspieler mit dem Begriff „Neger“ getaggt. Es dürfte unbestritten sein, dass dies ein heute vollkommen unmöglicher, weil rassistischer Sprachgebrauch ist. Ich bin mir auch sicher, dass dieses jedem einzelnen, der den Begriff getaggt hat, bewusst ist, und dass er/sie im alltäglichen Sprachgebrauch  sich des Begriffs niemals bedienen würde. Beim Taggen von Bildern scheint das etwas anderes zu sein: Wenn man Punkte machen kann, gibt es keine sprachliche Zurückhaltung, außerdem fühlt man sich vielleicht auch geschützt vom Deckmantel der Anonymität. Was tun? Sollen wir die tags löschen? Durch andere ersetzen? Unsichtbar machen? Sie erinnern sich sicherlich an die Diskussion zu dem Kinderbuchautor Ottfried Preußler, die noch gar nicht so lange zurückliegt. Der hatte das Wort „Neger“ so verwandt, wie das bei seinen Zeitgenossen üblich war. Und was machen wir, wenn wir aus seinen schönen Geschichten unseren Kindern vorlesen? Auch in diesem Fall gar nicht so einfach zu entscheiden. Bei uns prallen Dokumentationsbedürfnisse einerseits, andererseits aber das Bestreben, einen tendenziell rassistischen Sprachgebrauch zu verhindern, aufeinander. Ich bin auf Ihr Urteil gespannt.

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Tagung zum Crowdsourcing

Artigo wird auch auf einer Tagung angesprochen, die Anfang nächster Woche an der LMU München stattfinden wird. HERZLICHE EINLADUNG!

 

 

 

 

 

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Wahr und falsch

Wenn man nach Napoleon sucht, fallen auch Bilder auf, die für den Kenner eindeutig keine Napoleone sind. Z.B.

 

 

 

Offenbar reicht hier die Anmutung des Militärischen schon aus, um den Herrn für Napoleon zu halten (er ist aber ein Offizier aus dem Zeitalter Friedrichs des Großen) Der Witz dabei ist, dass dieser Herr von Ihnen nur ganz selten mit Napoleon getaggt wurde (genau 1 mal), während echte, wie z.B. dieser hier

 

 

 

11 mal richtig erkannt wurden. In einer Suchmaschine würde der falsche wegen der niedrigen Zahl der tags ganz hinten erscheinen und damit praktisch verschwinden. Es gibt bei diesen Geschichte nicht mehr den Gegensatz von „wahr“ und „falsch“, sondern nur noch von „wahrer“ und „weniger wahr“. Aber dadurch dass „weniger wahr“ suchmaschinentechnisch praktisch untergeht, wird es dann auch wieder „falsch“

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artigo im Fernsehen

Am 11.9. um 18 Uhr 30 zeigt 3sat in seinem Wissenschaftsmagazin nano eine Sendung über artigo!

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Bildersuche

Im Gespräch mit Artigo-Spielern kommt immer wieder heraus, dass diese die Suchfunktion gar nicht kennen. Dabei kann man nach allen von Ihnen eingegebenen und validierten Begriffen natürlich auch suchen! Oben rechts ist der Suchschlitz, wenn Sie mit der Maus darüberfahren, zeigt sich auch eine Option für komplexere Suchen. Ich habe zuletzt „Napoleon“ eingegeben und dabei erstaunliche Ergebnisse erzielt: Die allermeisten waren richtig (über 100, danke an die Spieler!). Ein paar zeigten Leute, die definitiv nicht Napoleon darstellen (siehe Abbildung). Aber alle diese Personen hatten ihre Hand so in die Weste geschoben, wie man das von Napoleon-Porträts kennt. Verrückt, nicht wahr? Es gibt eben dumme Fehler und intelligente. Diese hier gehören für mich definitiv zur Kategorie „intelligente Fehler“

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Das Problem mit den Reformatoren

Der Bildbestand von ARTigo baut auf einer Datenbank auf, die in jahrelanger Arbeit am Institut für Kunstgeschichte der LMU München entstanden ist. Mitwirkende waren aber auch andere Institute der Universität, die zum Teil sehr spezielle Bildbestände aus ihrem Fachbereich eingespeist haben. So etwa ein Institut aus der evangelischen Theologie, das sich besonders für die Bildgeschichte der Reformation im 16. Jahrhundert interessiert.
Viele von Ihnen werden sich über die große Zahl von graphischen Reformatoren-Porträts gewundert haben, die hier immer wieder eingespielt werden. Jetzt wissen Sie, warum!

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